Das Wichtigste in Kürze

Alkoholabhängigkeit ist eine schwerwiegende Erkrankung, die sowohl das Leben des Einzelnen als auch das seiner Angehörigen enorm beeinflussen kann. Regelmäßiger und exzessiver Alkoholkonsum kann schnell zu einer Sucht führen, die den Alltag stark beeinträchtigt. 

 

Ein abrupter Wechsel im Verhalten, ein Verlust oder eine Änderung der Interessen, eine Abnahme der Leistungsfähigkeit sowie eine allgemeine Verschlechterung der körperlichen Gesundheit können die ersten Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit sein. Es ist entscheidend, auf diese Signale zu achten und im Bedarfsfall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Die Alkoholberatung kann Ihnen durch individuelle Gespräche mit Spezialisten helfen, Ihr Leben neu auszurichten. Erörtert werden können Therapiemöglichkeiten und der Umgang mit Ämtern und Angehörigen. Die Beratungsgespräche können flexibel an Ihre Bedürfnisse angepasst werden und können persönlich, telefonisch oder online stattfinden. In aller Regel ist eine Alkoholberatung kostenfrei.

 

Betroffene und besorgte Angehörige sind gleichermaßen willkommen. Angehörige finden weitere Informationen im Bereich für Angehörige.

 

Wichtig: Die Personen, mit denen Sie im Rahmen der Alkoholberatung Kontakt haben, unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Auf Wunsch kann die Beratung außerdem komplett anonym erfolgen.

 

Für einen schnellen Zugang zur Beratung steht Ihnen unser Beratungsstellenfinder zur Verfügung.

Für wen kommt eine Suchtberatung in Frage?

Eine Alkoholberatung sollten Sie in Betracht ziehen, wenn Sie mindestens eine der folgenden Fragen mit „ja“ beantworten.

  • Haben Sie den Eindruck, zu häufig Alkohol zu trinken?
  • Glauben Sie, zu hohe Mengen Alkohol zu trinken?
  • Nehmen Sie Alkohol zu sich, obwohl Sie sich in körperlich gefährlichen Situationen befinden? Beispielsweise im Straßenverkehr?
  • Trinken Sie immer wieder Alkohol, obwohl dadurch bereits Probleme und Streitigkeiten mit anderen Menschen entstanden sind?
  • Trinken Sie nicht aus Genuss, sondern um Probleme oder Stress zu kompensieren?
  • Leiden Sie an einer reduzierten Leistungsfähigkeit, die Ihnen beispielsweise im Beruf oder der Ausbildung schadet?
  • Können Sie Ihren Alkoholkonsum nicht verringern, obwohl Sie es sich wünschen?
  • Spüren Sie im Alltag immer wieder das Verlangen, Alkohol zu sich zu nehmen?
  • Trinken Sie Alkohol, obwohl Sie an körperlichen oder psychischen Problemen leiden?
  • Ist Ihnen das Trinken teilweise wichtiger als berufliche, soziale oder Freizeitaktivitäten?
  • Müssen Sie in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Alkohol zu sich nehmen, um die gewünschte Wirkung zu erhalten?
  • Leiden Sie unter Entzugserscheinungen, wenn Sie keinen Alkohol trinken?
  • Schämen Sie sich vor anderen für Ihren Konsum oder Ihr Trinkverhalten?
  • Wurden sie in den letzten Wochen durch Arbeitskolleginnen oder Kollegen, Freundinnen oder Freunde oder Familienmitglieder auf Ihren Alkoholkonsum angesprochen oder kritisiert?

Bitte beachten Sie: Ein Selbsttest kann keine ärztliche Diagnose ersetzen. Wenden Sie sich bei Anzeichen einer Abhängigkeit an einen Arzt oder eine Beratungsstelle.

Weitere Informationen

Illustration einer Wegweiserin-über ihrer einen Hand schwebt ein Wegpunkt, über der anderen ein Kompass.

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Häufig gestellte Fragen